Gemälde und Kunstgegenstände

Ganzheitliche Sicherheitskonzepte für Gemälde und Kunstgegenstände

Was zählt alles zu einem wirksamen ganzheitlichen Sicherheitskonzept?
  1. Überprüfung der baulichen Substanz bzgl. der zuvor beschriebenen Gefahrenpunkte
  2. Überprüfung der evtl. vorhandenen sicherheitstechnischen Infrastruktur
  3. Erstellung eines individuellen Brandschutzkonzeptes
  4. Überprüfung eines extern erstellten wirksamen Einbruch- und Diebstahlkonzeptes gem. der einschlägigen Vorschriften. Hierin sind selbstverständlich die Schutzmaß-nahmen gegen Manipulation und Vandalismus bzgl. des Schutzsystems enthalten.
  5. Erstellung eines wirksamen Klimatisierungskonzeptes zum Schutz der eingestellten Objekte
  6. Erstellung eines Sicherheitskonzeptes für „Schutzeinhausungen“ gegen Diebstahl, Hitzebeaufschlagung im Brandfall, eindringendes Löschwasser, Trümmerlasten usw.
  7. Überprüfung von automatischen Evakuierungsmöglichkeiten im Bestand. Planung eines wirksamen Evakuierungskonzeptes von wertvollen Gemälden und Kunstgegenständen bei Neubauten und ggf. im Bestand.
  8. Überprüfung der evtl. vorhandenen Nachbarbebauung auf Gefahren von außen
  9. Sicherstellung der Verfügbarkeit von technischen Anlagen durch Redundanz usw.
  10. Erstellung von Notfallkonzepten für Havariefälle, Anlagenausfälle usw.


Nachstehend ein Auszug in Kurzform aus der Grundlagenermittlung der Haucke Ingenieur GmbH zum Unterthema „Einbruchschutz“ im Zuge des ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes:

Der Einbruchschutz gliedert sich in nachstehende Kategorien:

  1. Mechanische Sicherung
  2. Elektronische Sicherung
  3. Organisatorische Maßnahmen
  4. Sonstige Maßnahmen


Zum mechanischen Schutz zählt z. B.:
  • Aufbohrschutz von Schlössern, Schutzbeschlägen entsprechend der erforderlichen Widerstandsklasse WK 1 bis WK 6 für Fenster und Türen nach DIN V ENV 1627.
  • angriffhemmende Verglasung nach DIN EN 356 mit den Schutzklassen P1A bis P5A für die durchwurfhemmende Verglasung und die Schutzklassen P6B bis P8B für die durchbruchhemmende Verglasung.
  • Schutz vor mechanischer Beschädigung der Einbruchmeldeanlage

Zur elektronischen Sicherung zählt z. B. eine Einbruchmeldeanlage gem. der Schutzkategorien und Vorgaben des Verbandes der Sachversicherer (VdS), z. B. mit Alarmverglasung, Videoüberwachung, Schutz vor elektronischer Manipulation usw.

Zu den organisatorischen Maßnahmen zählt z. B. die Erstellung von Ablaufplänen für verschiedene Notfallszenarien (Alarmweiterschaltung, Sicherung von wichtigen Schlüsseln usw.)

Zu den sonstigen Maßnahmen zählt z. B. eine entsprechende Grundstückseinfriedung in Verbindung mit der elektronischen Sicherung durch eine gute Außenbeleuchtung und Videoüberwachung.