eeConsult NEWS:

Die neue Generation von Stahlbrandschutz

Die neue Generation von Stahlbrandschutz basiert auf einem Zwei-Komponenten-System. Damit ist es nun möglich, Brandschutz für Stahlbauteile mit einer Oberfläche herzustellen, die sehr hohen mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt werden können. Ferner kann für den normalen Anwendungsbereich auf einen ansonsten üblichen Korrosionsanstrich verzichtet werden. Dies bezieht die Korrosionsschutzklasse C3 mit ein. In enger Zusammenarbeit mit Brandschutzsachverständigen sind somit noch wirtschaftlichere Brandschutzkonzepte möglich, die individuell auf das jeweilige Gebäude und deren Nutzung abgestimmt sind. Somit bieten sich für den baulichen Brandschutz neue interessante und wirtschaftliche Möglichkeiten. Bzgl. näherer Informationen stehe Ich Ihnen als Brandschutzsachverständiger gerne zur Verfügung.

Weitere News

   
 

eeConsult - News

 

26.05.2011
Stahlbrandschutz mittels Verkleidung oder Dämmschichtbildnersystemen

Werden an eine Stahlkonstruktion brandschutztechnische Anforderungen hinsichtlich der Feuerwiderstandsdauer gestellt, so kann dies klassisch mittels einer brandschutztechnischen Verkleidung (z.B. Brandschutzplatten) realisiert werden.

Diese Lösung wird zunehmend aus architektonischen und platztechnischen Gründen nicht mehr gewünscht.

Die Industrie bietet bereits seit vielen Jahren einen wirksamen Brandschutz für Stahlbauteile in Form einer Brandschutzbeschichtung an. Diese Systeme wurden in der Vergangenheit immer weiter entwickelt und bieten heute zahlreiche Vorteile wie:

  • weiterhin sichtbare Stahlkonstruktion
  • kein Verlust von Grundfläche für Brandschutzverkleidungen
  • Feuerwiderstandsdauer bis 120 Minuten
  • geringere Beschichtungsdicken
  • einfache Applikationsverfahren
  • schnelle Trocknungszeiten
  • hohe Widerstandsfähigkeit beim Transport und gegen mechanische Beschädigung
  • hoher Korrosionsschutz
  • zulässige Anwendungsbereiche z.B.
    • im Außenbereich,
    • Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit,
    • maritime Umweltbedingungen,
    • bei Erdberührung und
    • schwierigen industriellen Umgebungseinflüssen

Anhand dieser beispielhaften Eigenschaften von heutigen Dämmschichtbildnersystemen ist ersichtlich, dass es sich dabei um hochtechnische Produkte handelt.
Damit die Wirksamkeit des jeweiligen „Dämmschichtbildner - Systems“ jederzeit gewährleistet ist, ist es zwingend erforderlich, dass ein Brandschutz mit Dämmschichtbildner fachgerecht

  • geplant,
  • ausgeführt und
  • abgenommen

wird.

Die Praxis zeigt leider, dass aufgrund der heutigen „Geiz-ist-geil-Mentalität“ derartige Leistungen zu teilweise ruinösen Preisen vergeben werden. In Folge dessen ist eine Zunahme von Mängeln bei der Planung, Ausführung und Abnahme von Dämmschichtbildnersystemen zu verzeichnen - ungeachtet dessen, dass unabhängig vom Vergabepreis die Leistung den anerkannten Regeln der Technik entsprechen muss. In diesem Zusammenhang wird auf den Fachartikel des Autors „Auswirkungen der Geiz-ist-geil-Mentalität“ im Deutschen Ingenieurblatt Heft 9 September 2008 verwiesen.

Da es sich bei den Dämmschichtbildnersystemen um eine sicherheitstechnische Maßnahme handelt, sollte aus Sachverständigensicht eine entsprechende Fachunterstützung durch einen geeigneten Sachverständigen (z.B. ein öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger - ö.b.u.v. SV - für den vorbeugenden Brandschutz) bei der Planung, Ausführung und Abnahme grundsätzlich Bestandteil dieser brandschutztechnischen Leistung sein.

Nur so können ganzheitliche und wirtschaftliche Brandschutzlösungen - bei der Erstellung und beim Unterhalt des Gebäudes - realisiert werden.

 

Verfasser: Thomas Haucke, ö.b.u.v. SV für vorbeugenden Brandschutz, info@ee-consult.com

zurück zur News-Übersicht

 

 
   
Dipl.Ing. (FH) Thomas Haucke - öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger

Dipl.-Ing. (FH)
Thomas Haucke
Von der IHK für Oberfranken Bayreuth öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für
"Vorbeugenden Brandschutz"